Waffen und ihre Geschichte: Die TOP 5 Legenden des Wilden Westens

Waffen und ihre Geschichte: Die TOP 5 Legenden des Wilden Westens

 

Seit Jahrzehnten flimmern dank Hollywood unzählige Filme über den Wilden Westen über unsere Bildschirme: Banditen, die in kleinen Südstaatenstädten Chaos stiften, und unerschütterliche Sheriffs, die für Recht und Ordnung sorgen.

Besonders die sogenannten „Italowestern“ (Spaghetti-Western) erlebten in den 60er und 70er Jahren ihre Blütezeit. Sie brachten ikonische Szenen und Charaktere hervor, die auch heute, fast ein halbes Jahrhundert später, unvergessen sind. Doch die Wahrheit ist: Das Bild, das Hollywood vom Cowboy-Leben zeichnete, entsprach nicht immer der Realität. Wilde Schießereien, Banküberfälle oder Raubüberfälle auf Züge waren bei weitem nicht so an der Tagesordnung, wie man uns glauben machen wollte. Das bedeutet jedoch nicht, dass es die berüchtigten Bösewichte nicht gab – man frage nur nach Namen wie Crazy Clay, Jesse James oder Joaquín Murrieta. Wie wir bereits hier im BLOG gesehen haben, lieferten sich diese Gesetzlosen reale Gefechte mit ihren legendären Waffen, die jede Fiktion blass aussehen lassen.

Worin Hollywood jedoch nicht übertrieb, war der massive Einsatz von Schusswaffen in dieser Ära.

Um das zu verstehen, werfen wir einen Blick auf den historischen Kontext: Wir befinden uns im 19. Jahrhundert in Montana. Zu dieser Zeit war ein Großteil des Kontinents noch unerschlossenes Territorium, das von den amerikanischen Ureinwohnern beherrscht wurde. Überbevölkerung und Arbeitslosigkeit in den Städten führten zum Drang nach Expansion. Das Land im Westen wurde zunehmend als wirtschaftliche Chance begriffen.

Die Eroberung geschah schrittweise. Zuerst zogen verarmte Pioniere gen Westen. Binnen eines Jahrzehnts griffen – unterstützt durch Einwanderer aus Europa, Asien und Mexiko – militärische Einheiten in das Geschehen ein, bewaffnet mit Gewehren und Karabinern. Ihr Auftrag war simpel: die Reisenden schützen, auch wenn dies die Vertreibung der Ureinwohner bedeutete. Da in vielen dieser Gebiete Gesetz und Ordnung Fremdworte waren, blieb den Bewohnern und Reisenden oft nur ein einziges Mittel zur Verteidigung: die eigene Waffe.

So entstand die Waffen-Kultur des Wilden Westens, die Nordamerika bis heute prägt.

Hier präsentieren wir euch die Waffen, die den Wilden Westen eroberten:

  1. Colt-45-Revolver

  2. Henry-Gewehr

  3. Sharps-Karabiner

  4. Derringer-Pistole

  5. Winchester-Gewehr


REVOLVER COLT .45

Colt Revolver 45 DENIX

  • Herkunftsland: USA

  • Konstrukteur: Samuel Colt

  • Hersteller: Colt's Manufacturing Company

  • In Dienst: 1873–1902

  • Einsatz in Kriegen: Indianerkriege, Spanisch-Amerikanischer Krieg, Philippinisch-Amerikanischer Krieg, Erster Weltkrieg, Mexikanische Revolution.

  • Gewicht: 1048 g

  • Munition: .45 Colt

  • Kaliber: 11,43 mm

  • Effektive Reichweite: 50 m

  • Trommelkapazität: 6 Patronen

Wissenswertes: Ursprünglich war dieser Revolver nur für fünf Schuss ausgelegt. Es war Samuel Walker, Kapitän der Texas Rangers, der bei einer Bestellung von über tausend Stück zwei entscheidende Änderungen forderte: Die Waffe sollte sechs statt fünf Schuss abgeben können und schneller nachzuladen sein. Dies zwang Samuel Colt dazu, sein Erfolgsmodell grundlegend zu überarbeiten.

DENIX-Replik

The Sandor DENIX collection of legendary pistol and revolver replicas.


HENRY-GEWEHR

HENRY RIFLE

  • Herkunftsland: USA

  • Konstrukteur: Benjamin Tyler Henry

  • Hersteller: New Haven Arms Company

  • In Dienst: 1860–1866

  • Einsatz in Kriegen: Sezessionskrieg, Indianerkriege.

  • Gewicht: 4,2 kg

  • Munition: .44 Henry

  • Kaliber: 11 mm

  • Feuerrate: 28 Schuss/Minute

Wissenswertes: Obwohl es nie offiziell von der Unionsarmee eingeführt wurde, war das Henry-Gewehr die Lieblingswaffe vieler Soldaten. Während des Sezessionskrieges war der Besitz eines Henry-Gewehrs eine Frage des Stolzes. Viele Soldaten kauften es sich von ihrem eigenen Sold, in der festen Überzeugung, dass die enorme Feuerrate von 28 Schuss pro Minute ihr Überleben sichern würde.

DENIX-Replik

DENIX Beautiful Henry Rifle story by Sándor Senkó.


SHARPS-KARABINER

Sharps Carabina

  • Herkunftsland: USA

  • Konstrukteur: Christian Sharps

  • Hersteller: Sharps Rifle Manufacturing Company

  • In Dienst: 1850–1881

  • Einsatz in Kriegen: Indianerkriege, Sezessionskrieg.

  • Gewicht: 4,3 kg

  • Munition: 13,2-mm-Geschoss und Papierpatrone mit 50 g Pulver.

  • Kaliber: 13,2 mm

  • Feuerrate: 8–10 Schuss/Minute

  • Effektive Reichweite: 460 m

Wissenswertes: Dieses Gewehr zählt zweifellos zu den beliebtesten Ikonen des Genres. Im Western-Klassiker „Quigley der Australier“ (Quigley Down Under) nutzt der Protagonist ein Sharps-Gewehr. Aufgrund der Beliebtheit des Films wurde die Waffe fast schon als „Co-Star“ gefeiert. Bis heute findet in Montana jährlich das „Matthew Quigley Buffalo Rifle Match“ statt – ein Schießwettbewerb zu Ehren des Films und seiner legendären Waffe.

DENIX-Replik

DENIX Sharp Rifle by Sándor Sénko.


DERRINGER-PISTOLE

Derringer Pistol

  • Herkunftsland: USA

  • Konstrukteur: Henry Deringer

  • In Dienst: 1852–1868

  • Einsatz in Kriegen: Sezessionskrieg, Indianerkriege.

  • Gewicht: 400 g

  • Munition: .41 Short

  • Kaliber: 10,3 mm

  • Effektive Reichweite: Nahbereich

  • Kapazität: 1 Patrone

Wissenswertes: Die Derringer ist die wohl meistkopierte Waffe der Geschichte. Zahlreiche Hersteller weltweit imitierten die kleine Westentaschenpistole von Henry Deringer. Dabei schlich sich oft der Fehler ein, den Namen mit zwei „r“ zu schreiben (Derringer statt Deringer). Als der Erfinder dagegen protestierte, taufte die Konkurrenz ihre Modelle kurzerhand in „Palmpistolen“ um. Dennoch blieb der Name Derringer im Volksmund für das Original und die Kopien gleichermaßen hängen.

DENIX-Replik

DENIX DERRINGER USA 1866 – The Gambler by Sándor Sénko.


WINCHESTER-GEWEHR

FUSIL WINCHESTER DENIX

  • Herkunftsland: USA

  • Konstrukteur: Oliver Winchester

  • Hersteller: Winchester Repeating Arms Company

  • In Dienst: 1873–1932

  • Einsatz in Kriegen: Pazifikkrieg, Erster Weltkrieg, Mexikanische Revolution.

  • Gewicht: 4,3 kg

  • Munition: .44-40 Winchester

  • Kaliber: 10,8 mm

  • Effektive Reichweite: 200 m

  • Magazin: Röhrenmagazin für 15 Patronen

Wissenswertes: Die Winchester gilt als das Symbol des Cowboys schlechthin. Dieses Image wurde vor allem durch Hollywood zementiert – man denke nur an den Filmklassiker „Winchester '73“ mit James Stewart oder den Italowestern „Winchester, uno entre mil“. Sie ging als „das Gewehr, das den Westen eroberte“, in die Geschichte ein.

DENIX-Replik

DENIX Model 73 USA 1873 Carabine by Sandor Denko.


Die Waffen des Wilden Westens sind wahre historische Juwelen. Viele von ihnen verschwanden oder wurden mit ihren Besitzern begraben. Dank der Kinoleinwand können wir sie heute noch in den Händen legendärer Revolverhelden bewundern.

Zum Glück bieten wir bei DENIX eine umfangreiche Auswahl an detailgetreuen Repliken dieser mythischen Waffen an. Besuchen Sie unseren KATALOG und fühlen Sie sich wie ein echter Held (oder Bandit) des Wilden Westens.

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