Waffen und Geschichte: Mit welcher Waffe wurde J. F. Kennedy wirklich getötet?

Waffen und Geschichte: Mit welcher Waffe wurde J. F. Kennedy wirklich getötet?

 

Wenn wir heute über das Attentat auf John F. Kennedy sprechen, befassen wir uns mit einem der rätselhaftesten Weltereignisse der modernen Geschichte. Ein Fall, der bis heute mehr Fragen aufwirft, als Antworten gibt.

Im Folgenden beleuchten wir die Hintergründe – doch dafür müssen wir ganz von vorn anfangen.

John F. Kennedy war der 35. Präsident der Vereinigten Staaten und der vierte US-Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel. Kennedy starb am 22. November 1963 in Dallas (Texas), während er im Präsidentenwagen über den Dealey Plaza fuhr.

Nach polizeilichen Ermittlungen wurde Lee Harvey Oswald, ein Angestellter des Lagers Texas School Book Depository, als Täter identifiziert. Dennoch gab es nie stichfeste Beweise dafür, dass er tatsächlich der Mörder war. Ursprünglich wurde er festgenommen, weil er noch am selben Tag den Polizisten J. D. Tippit erschossen haben soll. In Haft bestritt er jedoch vehement jede Verwicklung in den Mord an Präsident Kennedy.

Lee Harvey Oswald kam nie dazu, seine Unschuld vor einem US-Gericht zu beteuern. Nur zwei Tage nach seiner Festnahme wurde er von Jack Ruby getötet. Aber … warum? Wer war Jack Ruby? Handelte er aus Rache oder war er lediglich ein Werkzeug einflussreicher Kreise?

Über den Mord an Oswald sind zwei Dinge sicher: Erstens tötete Jack Ruby ihn vor den Augen von Millionen von Fernsehzuschauern, indem er sich durch eine Gruppe von Journalisten drängte. Zweitens starb Oswald an einem Schuss in den Unterleib aus einer Colt Cobra Kaliber .38. Dieses Detail ist entscheidend, da dieser Revolvertyp zu jener Zeit standardmäßig von Polizisten und Detektiven verwendet wurde. Hat Ruby die Waffe gestohlen oder wurde sie ihm überlassen? Die Theorien dazu gehen weit auseinander.


Revolver Kennedy

TYP: Revolver

HERKUNFTSLAND: Vereinigte Staaten

IM DIENST: 1951–1986

NUTZER: Frankreich / USA

WISSENSWERTES: Der Colt Cobra ist eine Leichtbauversion des Detective Special, der wiederum eine Variante des Police Positive ist. Er wurde unter anderem von der Pariser Polizeipräfektur verwendet. Neben der Tat von Jack Ruby wurde dieses Modell auch von Monika Ertl genutzt, um den ehemaligen Oberst Roberto Quintanilla (bolivianischer Konsul) zu töten, der für die Hinrichtung von Ernesto "Che" Guevara verantwortlich war.


Jack Rubys Leben stand nach seiner Festnahme im Fokus der Öffentlichkeit. Bekannt ist, dass er bereits im Alter von elf Jahren in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wurde. Schon früh wurde er des Mordes beschuldigt, mangels Beweisen jedoch freigesprochen. Er betrieb mehrere Nachtclubs und pflegte enge Kontakte zur italienischen Mafia. Es heißt sogar, Richard Nixon persönlich habe interveniert, damit das FBI nicht zu tief in Rubys Mafia-Verbindungen bohrte.

Bei seiner Verhaftung erklärte Ruby, er habe die Ehre der Stadt Dallas retten und Jacqueline Kennedy einen qualvollen Prozess gegen den Mörder ihres Mannes ersparen wollen. Besonders mysteriös: Kurz bevor er drei Jahre später im Gefängnis an einer Lungenembolie starb, gestand er:

„Die Welt wird niemals die Wahrheit über das erfahren, was wirklich vorgefallen ist, noch meine wahren Motive.“

Während die USA um den verstorbenen Präsidenten trauerten, sorgte eine neue Spur für Schlagzeilen: Fingerabdrücke von Oswald auf einer Waffe. Dabei handelte es sich um ein Carcano-M91/38-Gewehr im Kaliber 6,5 × 52 mm Mannlicher-Carcano, das im Texas Book Depository gefunden wurde – genau dort, woher die tödlichen Schüsse vermutlich stammten.


Rifle Kennedy

TYP: Repetiergewehr

HERKUNFTSLAND: Königreich Italien

IM DIENST: 1892–1981 (bei der italienischen Polizei)

NUTZER: Königreich Italien (1861–1946), Italienische Sozialrepublik, Albanien, Nazi-Deutschland, Königreich Bulgarien, Finnland, Österreich-Ungarn, Japanisches Kaiserreich, Libysche Nationale Befreiungsarmee und Königreich Jugoslawien.


Obwohl Oswald bis zuletzt seine Unschuld beteuerte, hatte die Welt endlich einen Schuldigen. Für die Öffentlichkeit hatte Lee Harvey Oswald Kennedy ermordet, und Jack Ruby hatte durch seine Selbstjustiz für Sühne gesorgt.

Doch es bleiben unzählige offene Fragen:

  • War Lee Harvey Oswald wirklich der Mörder? Oder war er, wie er selbst behauptete, nur ein „Bauernopfer“?

  • Warum war die vermeintliche Tatwaffe gegen JFK nicht dieselbe, mit der kurz darauf J. D. Tippit getötet wurde? Warum wurde nie enthüllt, mit welcher Waffe der Polizeichef starb?

  • Jack Ruby pflegte Kontakte zu mächtigen Kreisen in Politik und Mafia … Warum tötete er Oswald? Warum vor laufenden Kameras? Warum mit einer Polizeiwaffe?

Sicher ist nur: Jack Ruby – ein Mann mit krimineller Vergangenheit, verstrickt in Prostitution, Waffen- und Drogenhandel – galt Millionen von Amerikanern plötzlich als der Held. Er hatte den Mörder von JFK zur Strecke gebracht.

Was denken Sie? War Oswald der wahre Mörder oder ein Sündenbock? Wurden Beweise manipuliert?

Wir bei DENIX glauben, dass diese Geschichte, wie so viele andere, voller Verschwörungstheorien steckt, die wohl nie vollständig aufgeklärt werden.

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